Wir haben den RotoBed® im Rahmen eines Projektes ausprobiert. Ziel war es in erster Linie herauszufinden, ob das Bett den Patienten bis zu dem Grad selbständig machen könnte, dass er allein das Bett verlassen und wieder hinein kann ohne fremde Hilfe und somit ein Pflegedienst hinausgezögert, bzw. gänzlich vermieden werden kann. Wir testeten das Bett mit 11 Patienten nahe dem Stadium, in welchem vom Bezirk zur Verfügung gestellter häuslicher Pflegedienst nötig werden würde, und das Ergebnis erwies sich als sehr positiv.
Das Dekubitusrisiko ist dank weniger Drehungen und geringerem Ziehen an der Haut sowohl beim Ein- als auch beim Ausstieg, als auch beim Versuch, eine geeignete Körperhaltung zu finden, reduziert. Das Bett verhindert Stürze und Personen mit Osteoporose haben weniger Schmerzen und ein geringeres Frakturrisiko, weil weniger Handgriffe nötig sind.
Wir wollten sicher gehen, exakte Ergebnisse zu erhalten. Zunächst besuchten wir die Patienten und erstellten eine professionelle Evaluation, COPM, basierend auf der persönlichen Einschätzung des Patienten. Als nächstes kam der Patient für einen Test in das Handicap Institut, um sicher zu gewährleisten, dass er oder sie die Funktionen des Bettes nutzen konnten. Direkt nach Auslieferung des Bettes führten wir einen Folgebesuch beim Patienten zuhause mit einer zusätzlichen Überprüfung des kompletten Vorgangs, sowie einen dritten Besuch nach 3 – 4 Wochen für eine Endbeurteilung, durch.
Es lohnt sich einige Zeit aufzuwenden, um sicher zu gehen, dass der Patient in das Bett eingewiesen ist und sich bei der Bedienung wohl fühlt. Alle Patienten im Projekt wurden selbständiger und sind sehr glücklich darüber alleine aufzustehen oder zu Bett gehen zu können. Das hat sowohl ihnen, als auch ihren Familien wertvolle Freiheit gegeben.
Die teilnehmenden Patienten leiden an chronischen Erkrankungen wie Parkinson und Arthritis. Sie haben nur begrenzt Kraft und all diese dafür aufzuwenden, aus dem Bett zu kommen, wäre eine Schande. Die meisten sind älter und ihren Lebensgefährten fehlt es an der nötigen körperlichen Kraft um zu helfen. Mit einem RotoBed® bekommen die Paare eine Chance Ehemann und Ehefrau, anstelle von invalidem Patient und Helfer, zu sein. Auf diese Weise sind auch die Ehegatten hoch erfreut über das Bett.
Druckgeschwüre – auch bekannt als Wundliegen oder Dekubitus – entstehen an Stellen, an denen die Haut dicht über den Knochen liegt, beispielsweise am Rücken, an den Hüften oder an den Fersen. Ursache ist ein langanhaltender Druck auf die Haut und das darunterliegende Gewebe.
Druckgeschwüre können sehr schmerzhaft sein und erfordern meist eine langwierige Behandlung und Pflege. Eine gesunde Person ändert ihre Liegeposition bis zu 30-mal pro Nacht. Bewusstlose, gelähmte oder allgemein geschwächte Menschen sind dazu nicht in der Lage und entwickeln Druckgeschwüre, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen werden.
Ein erhöhtes Risiko für Druckgeschwüre besteht, wenn Sie:
im Rollstuhl sitzen und/oder viele Stunden im Bett verbringen,
älter sind,
Unterstützung bei körperlichen Bewegungen benötigen, z. B. beim Anheben der Beine im Bett,
an einer Erkrankung leiden, die die Durchblutung beeinträchtigt – einschließlich Diabetes oder Gefäßerkrankungen,
an Alzheimer oder anderen kognitiven Beeinträchtigungen leiden,
empfindliche Haut haben,
unter Inkontinenzproblemen leiden,
nicht ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit zu sich nehmen.
Dank der Drehfunktion werden Zug- und Scherkräfte auf die Haut beim Ein- und Aussteigen aus dem Bett minimiert. Dadurch wird das Risiko von Druckgeschwüren deutlich reduziert. Darüber hinaus kann RotoBed® mit hochwertigen Matratzen ausgestattet werden, die eine nachgewiesene Schutz- und Behandlungswirkung bei Druckgeschwüren in allen vier Stadien bieten.